Pressemitteilung der Stadt Bühl Nr. 98 vom 6. März 2002
Anke Sattler
 

Ausstellung Ferdinand Ruska: "Lehrer - Maler - Musiker"

Die Welt hat ihre Wurzeln in Bühl

Bühl (st). "Willst wissen du, mein lieber Christ, wer das geplagteste Männchen ist? Die Antwort lautet allgemein: Ein armes Dorfschulmeisterlein." - zu einer Zeit, in der Samuel Friedrich Sauter (1766 - 1845) das Leben und Sterben eines schwäbischen Lehrers beschrieb, war einer, der sich diesem Amt und seiner Würde verschreiben sollte, gerade seinen Jungenjahren entwachsen. Ferdinand Ruska (1826 - 1901), Oberlehrer und Schulmeister in Bühl. Mit einer Ausstellung über sein Leben und Schaffen wird noch bis zum 28. März 2002 im Schloß Waldsteg in Bühl-Neusatz erinnert.

Berlin, Lausanne, Kanada - die Familie Ruska lebt heute weit verstreut in aller Welt. "Mit dieser Ausstellung haben Sie unserer Familie etwas zurückgegeben, was wir bereits verloren wähnten - die Wurzeln unserer Familie", betonte Thomas Ruska, der Urgroßenkel des Bühler Oberlehrers, als er die Grußworte seiner Familie zur Eröffnung der Präsentation am vergangenen Wochenende übermittelte. Es seien gerade die Lebenserinnerungen seines Großvaters, die das Andenken an den Künstler und Pädagogen lebendig erhalten. Das Engagement der Maria Kölble, Initiatorin der Ausstellung, zeige die Anziehungskraft des Familienmitgliedes noch nach mehr als einem ganzen Jahrhundert: "Damit wird die Stadt Bühl für uns alle zum ideellen Anlaufpunkt; ein Ort, der unsere Wurzeln bedeutet", schloss Thomas Ruska seine Rede und wünschte der Ausstellung viel Erfolg.

Nicht zum ersten Mal widmete sich Maria Kölble, selbst aus dem Ruska'schen Geburtsort Grafenhausen stammend und in Bühl lebend, dem Schaffen des Pädagogen und Künstlers. Doch zum ersten Mal wurden seine Werke in Bühl ge-eint. Ein Ort, der von der Persönlichkeit Ruskas entscheidend geprägt wurde. Der Oberbürgermeister der Stadt Bühl, Hans Striebel, erklärte die Ausstellung für eröffnet: "Wir sind stolz, den Menschen, den Schulmann, aber auch den Freund schöner Künste - der Malerei und Musik - den Menschen näher zu bringen, denn Ferdinand Ruska hat sich in der Geschichte Bühls unsterblich gemacht.".